USB-Dinghy – Finish und Probeschlag bei 4-5Bft.

ENDLICH (fast) FERTIG!

Nach anstrengenden letzten Tagen war das Boot am Freitag Segelklar so das ich am Samstag nach dem unspektakulären Stapellauf den ersten Probeschlag machen konnte.

Bei bestem Segelwetter mit sehr böhigen 4-5Bft. aus WSW waren „interessante“ Bedingungen gegeben. Im engen Hafenbecken drehte ich überraschend den ersten 360er, da vor mir ein gekenterter Laser die Hafeneinfahrt versperrte und realisierte den Rudereinschlag der vom Dollbord auf ca. 30° begrenzt wird, das war eeeennng… weiss mans ist es ok, die Erkenntnis kam allerdings im ungünstigen Moment. Draussen wechselte ein Grundwind von ca 13kn mit häufigen abrupten, harten Böen bis 19kn ab. Das auf 8,4m² gereffte Rigg liess sich bestens kontrollieren. Unter diesen Bedingungen kam das Boot ab Halbwind immer wieder über längere Strecken ins Gleiten. Bei einer heftigen Böe fierte ich zu spät, nach dem eintauchen der Baumnock kam es zur beinhahe Kenterung. Über Lee stieg doch eine „nennenswerte“ Mengen Wasser ein bevor ich das Boot nach Lösen der Downhaul (entspricht in etwa der Kombination aus Baumniederholer und Vorliekstrecker wieder aufrichten konnte. Trotz ca. 15cm Wasser über dem Boden lag das Boot ausreichend stabil so das ich gut stehen konnte. Nach dem bergen des Segels lag ich mit Luvruder beigedreht schöpfte das Boot leer und konnte dann weitersegeln. Trotz reichlich Wind und entsprechender Welle segelt das Boot wegen des hohen Freibords sehr trocken. Anstrengend war die zu hohe Einstellung der Ausreitgurte und der glatte Boden der mich bei jedem zweiten Manöver haltlos auf den Hintern setzte (war sicher lustig anzusehen…) Mit der Zeit bekam ich das Verhalten des Bootes immer besser in den Griff. Den Gennaker zu ziehen vermied ich unter diesen Bedingungen erst einmal. Das mache ich bei weniger Wind oder mit Crew.

Fazit

Die Segeleigenschaften entsprechen nach den ersten zwei Stunden auf dem Wasser voll den Erwartungen. Aus den gesammelten Erfahrungen habeich schon eine neue ToDo Liste generiert:

  • Anti-Rutsch auf Böden / sicherer Stand
  • Ausreitgurte niedriger laschen / kraftsparendes Ausreiten
  • Ausreitgurte achtern anheben.
  • Pinne kürzen / Bewegungsfreiheit & Rudereinschlag
  • Pinne mit Kunstoffgelenk / schafft mehr Bewegungsfreiheit
  • Kürzere Pinnenverlängerung / unnötig lang
  • Abrisskante anbringen / Besseres angleiten & gleiten
  • Sitzpolster auf dem Dollbord anbringen
  • Steifere Rahe / Falte beim harten Durchsetzen von Schot und Downhaul von Baumnock zumitte der Rahe.
  • Schamfilschutz an Rahe anbringen. /schützt den Mast
  • Reff Gummiseil
  • Riemen balancieren
  • Slipwagen Lager anpassen.
  • Windenstand Trailer / einfacheres aufladen des Bootes mit Slipwagen

Print Friendly, PDF & Email

2 Antworten auf „USB-Dinghy – Finish und Probeschlag bei 4-5Bft.“

  1. Gefällt mir auch dieses Boot. Das Konzept dahinter macht es direkt zu einem kleinen Allrounder , ich mag das . Und genau das segeln , oder rudern möglich ist . Bestimmt mit Persenning auch als Nachtlager zu nutzen . Auch als Angelboot mit kleinem E Motor bestimmt klasse.

    1. Ja, es ist eine Eierlegende Wollmilchsau. Der Schwerpunkt liegt auf den Segeleigenschaften und dem leichtem Handling (niedriges Gewicht), das macht es allerdings auch zu einem gut zu ruderndem Boot. Ein Elektromotor ist beinhahe überflüssig, Rudern mit ca. 3kn geht ohne große Anstrengung auch auf längeren Strecken. Viel schneller ist man mit einem kleinen Elektromotor auch nicht wenn man im wirtschaftlichen Modus unterwegs ist. Eine Bootsabnahme z.B. auf dem Bodensee ist ohne Motor nicht notwendig das gestaltet den Unterhalt einfacher. Als Segeljolle ist es schnell und sportlich die schmale Wasserlinie und das niedrige Gewicht machen das Boot rank. Das gibt sich mit jedem Kilo Zuladung… Denkbar ist auch im Wandermoduks 2 Kanister a 25l als Wasserballast rechts und links vom Schwertkasten festzulaschen, oder eben einen Mitsegler bzw genug Gepäck, damit liegt das Boot wesentlich ruhiger. Selbst dann ist man mit dem USBB Dinghy schnell unterwegs… Was das Nachtlager betrifft werde ich noch zwei herausnehmbare, bzw. verschiebbare längsduchten bauen die man in die Mitte ziehen kann um dann eine Liegefläche zu erhalten. Bis dahin nehme ich für solche Unternehmungen das Zelt mit.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.