30er SK „Mon Reve“ gebeizt

Nachdem wir letzte Woche Aufbau und Fisch gebeizt haben war heute das Schandeck dran, wir mussten auf das Hartgewebe (Tufnol) für die minimalistische Scheuerleiste warten die Lieferverzögerung hatte, sonst wäre es letzte Woche schon so weit gewesen. Da an vielen Reparaturstellen, besonders an Kajütdach und Freibord wohl ziemlich jede Sorte Mahagonie verbaut wurde die der Markt in den letzten 80 Jahren hergab entschieden wir uns für einen relativ dunklen Beizton. Dadurch werden die verschiedenen Hölzer angeglichen, trotzdem betont diese Beize die Holzstruktur.

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30m² Schärenkreuzer „Mon Reve“ -Skin Fit-

Nun, man soll mit Freunden keine Geschäfte machen… Das passiert mir immer wieder. In diesem Fall war „nein“ sagen schlicht keine Option. Selten hat „Mann“ die Möglichkeit die Aussenhaut einer so wundervoll proportionierten Dame derart intensiv bearbeiten zu dürfen. Im Ernst ist Sie (die Schäre) aussergewöhnlich schön proportioniert und aufwendig, gebaut. Es macht schlicht Freude solch einem Boot zu neuer Schönheit zu verhelfen.

Von uns werden alle Aussenflächen bearbeitet Deck mit Kajüte, Plicht, Freibordfläche werden vollständig abgezogen, notwendige kleinere Reparaturen durchgeführt, geschliffen, gebeizt, grundiert und Endlackiert. Teakdeck geschliffen, Unterwasserschiff abgezogen und neu aufgebaut. Das Beschlagslayout auf dem Kajütdach neu gestaltet und frische Schotwinschen werden montiert. Im Frühjahr diesen Jahres wird sie wieder Schwimmen.

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40m² Seefahrtskreuzer „Carina“ bekommt Rückrat und noch mehr

Strukturelle Schwächen verdammten die schöne „Carina“, einen 40m² Seefahrtskreuzer, zu jahrelangem Dornröschenschlaf in einer Lagerhalle, nun hat sie neue entschlossene Eigner gefunden die Ihr die Zuwendung zukommen lassen die nötig ist sie wieder in Fahrt zu bringen. In meiner Werft wurden ein Teil des Vorstevens, sowie der Holzkiel neu eingesetzt, auch eine der Holzbodenwrangen wurde ersetzt, Stahlbodenwrangen repariert, Teile der Beplankung getauscht und unzählige Spunde eingesetzt.
Die Eigner, selbst keine unbekannten in der Bootsbauwelt, überzogen den reparierten Rumpf anschliessend mit einem Glas Epoxid-Überzug. Momentan bekommt das Gute Stück noch ein Teakdeck appliziert und soll in diesem Sommer wieder schwimmen.

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11,2m Dampfboot – Neubauprojekt

Seit Mitte 2017 entsteht bei uns ein ausgesprochen elegantes und schnelles Dampfboot. Als Vorbild dienen Boote die im ausgehenden 19. Jahrhundert als Schiedsrichterboote für Ruderregatten oder auch zum reinen Vergnügen eingesetzt wurden. Ziel dieser Konstruktionen war hohe Geschwindigkeit und speziell bei den Begleitbooten der Ruderregatten geringer Wellenschlag. Der lange und schmale Rumpf dessen Linien nach modernen Erkenntnissen optimiert in formverleimter Bauweise aus Cedro Mahagonie erbaut wurde, ergibt einen sehr leichten und dauerhaften Rumpf mit relativ niedrigem Wellenwiederstand. Je nach Leistungspotential des gesamtantriebssystems bestehend aus Kessel zur Dampferzeugung und Maschine sowie Wirkungsgrad des Propellers kann eine Geschwindigkeit um die 22 Kilomer pro Stunde erwartet werden. Da allerdings eine Leistungsermittlung dieser Komponenten im Zusammenspiel im Vorhinein nicht möglich ist bleibt die Maximalgeschwindigkeit vorerst eine unbekannte Größe…

Eckdaten der Konstruktion: 

LüD: 11,2m
BüD: 1,9m
Verdrängung ca. 2,5t
Seitenhöhe ca. 1,2m
Bauweise: Formverleimt, Cedro Mahagonie/WEST SYSTEM Epoxidharz.
Antrieb: Zweizylinder Dampfmaschine, Historisch
Wellenleistung: ca. zwischen 12-15kw

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Winterlagerpreise

Bitte beachten Sie die geänderten Winterlagerpreise für die Saison 2017/18, nach der Nachkalkulation der ersten Winterlagersaison sehe ich mich gezwungen die Winterlagerpreise leicht anzuheben, Ich bitte um Ihr Verständnis.

Preise 2017/18

Axel Weißenberger

Fertigstellung, Mälar 30

Seit dem Laminieren ist nun einige Zeit vergangen, inzwischen ist das Boot fertiggestellt und ausgeliefert. folgende Arbeitsgänge wurden seit den Letzten Einträgen durchgeführt:

  • Spachteln und Schleifen des Rumpfes in vielen Gängen…
  • Fräsen der Zierkehle
  • Primern und Schleifen des Rumpfes in einigen Gängen…
  • Drehen des Bootes
  • Endlackieren
  • Einlackieren der goldenen Zierkehle
  • Aufgrundieren und Endlackieren des Schandeckels
  • Bilge ausschleifen und mehrfach Beschichten mit Bilgenfarbe
  • Einbau des Innenausbaus.
  • Einbau des Elektromotors
  • Einbau des Ruders

Meist, eigentlich immer, ist es bei großen Projekten so, daß der Liefertermin erschreckend schnell näher kommt. So auch in diesem Fall, aber, wir haben es geschafft und der Kunde ist zufrieden. Inzwischen schwimmt es schon wieder am Vierwaldstätter See und bereitet seinem Eigner viele Jahre Freude am Segeln mit einem gesunden Klassiker.

 

Mälar 30, Laminieren

Nach dem Drehen des Bootes bereiteten wir die Oberfläche für das Laminat vor.
Dazu wurden offene Fugen aufgefräst und mit Holzleisten verschlossen, Risse gesäubert und gespachtelt, Unebenheiten wo möglich gehobelt oder verschliffen. Hierbei waren wir durch heraustretende Nieten und Stahlschrauben sehr eingeschränkt. Zahlreiche Unebenheiten die sich deshalb nicht beheben ließen werden später, nach dem Laminieren mit mehreren Spachtel- und Schleifdurchgängen eingeebnet.
Nach all den Vorbereitungen wurde der Rumpf mit einer Lage Glasgelege und einer weiteren Lage Glasseidengewebe laminiert.

 

 

 

 

 

 

 

Warum Laminieren?

  • Verhindert ein Reißen der Aussenhaut
    Das notwendige Ausleisten des Rumpfes verbindet alle Planken fest miteinander, falls der Rumpf zukünftig einmal stärker auftrocknet, können Plankenfugen die bisher nicht verklebt waren nicht mehr „aufgehen“ es können einen Trocknungsriss autreten die auch in einer Planke verlaufen können. Laminat „sperrt“ dass Holz ab, es verhindert ein aufreissen der Beplankung ähnlich wie das die in verschiedenen Richtungen angeordneten Furnierlagen eines Sperrholzes verhindern das dieses reisst. 
  • Reduziert die Feuchteschwankungen im Plankenholz, das beugt Ermüdung vor.
    Das Glas/Epoxy Laminat verhindert die Aufnahme von Feuchtigkeit von außen. Das Plankenholz bleibt wesentlich trockener als bisher. Bei guter Durchlüftung des Rumpfes bewegen sich die Feuchtewerte der Hölzer auch während der Wasserliegezeit im größten Teil der Beplankung unterhalb der für die Entwicklung der meisten Pilze* nötigen Grenzen. Die Feuchteschwankungen die durch die abwechselnde Lagerung des Bootes im trockenen Winterlager und der Wasserliegezeit verursacht werden, werden stark reduziert. Dadurch werden auch die durch das Quellen und Schwinden der Hölzer verursachten Belastungen auf alle Niet und Bolzenverbindungen der Hölzer im Rumpf reduziert. Die Verbindungen ermüden weit weniger schnell.
  • Vergleichsweise günstig
    ähnliche Eigenschaften erzielt man mit dem mehrfachen auffurnieren des Rumpfes, man erhält einen „Formverleimten“ Rumpf, das Anpassen der mindestens zwei Lagen Furnier die meist ebenfalls mit Epoxidharz verklebt werden, ist jedoch wesentlich Zeitintensiver.

Vorraussetzung für ein Nutzen durch das Laminat ist es das Holz im inneren des Bootes möglichst trocken und gut belüftet zu halten. Der Bereich im Boot in dem meist Wasser steht (Bilgensumpf) kann mit Epoxy Primer oder Epoxidharz ausgestrichen werden. Die Rumpfinnnenseite und die Bilge sollten ebenfalls beschichtet werden allerdings ziehe ich hier Produkte vor, die einen gewissen Feuchtedurchsatz erlauben zum Beispiel ein oder Zeikomponentige Klarlacke oder Farben, Sie verlangsamen einerseits die Aufnahme von Feuchtigkeit, erlauben aber, daß eingedrungenes Wasser mit der Zeit wieder abdampfen kann.

*Holzfäule

Mälar 30, Laminiert, gespachtelt und grundiert…

Hier ein kurzes Update!

Es ist schon eine Weile her das ich den letzten Post geschrieben habe, inzwischen haben wir einige Arbeiten vorgenommen:

o Laminieren des Rumpfes bis zur  Deckskante mit Glas und Epoxidharz.

o Spachteln des Rumpfes und Brettschliff (dazu mehr in einem anderen Post…)

o Grundieren der gespachtelten und geschliffenen Fläche

Leider habe ich momentan keine Zeit hier mehr Bilder einzustellen, bei Google Fotos sind allerdings einige Zwischenschritte zu sehen.

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