Kategorie-Archiv: Allgemein

Nachbau eines historischen Wikingerbootes bekommt neuen Unterwasseranstrich

Ein ca. 10m langer Nachbau eines Wikingerbootes erhält einen neuen Unterwasseranstrich. Zunächst wurden die alte Beschichtung mit Rakeln (Farbschabern) manuell abgeschabt. anschliessend wurden verbliebene Farbreste mit Handschleifmaschinen entfernt.

Aufgrund der langen Trockenliegezeiten, auch im Sommer, sowie das  wiederholte zuwasserlassen und die damit verbundenen starken Feuchteschwankungen in den Hölzern unter der Wasserlinie, ist die Belastung der Beplankung sowie der Niet- und Bolzen-Verbindungen enorm. Ziel ist es die Aufnahme und Abgabe von Feuchtigkeit in und aus dem Holz zu verlangsamen um das quellen und schwinden zu reduzieren, hierfür haben wir eine ausreichend dicke Schicht Epifanes CR Primer in mehren Schichten aufgebaut. Zu empfehlen ist es auch auf der Rumpfinnenseite eine stärkere Schicht Lack oder Farbe aufzubringen um die Oberfläche zu versiegeln.

Ein auftragen von Antifouling ist nicht notwendig, da das Boot jeweils nur wenige Tage im Wasser verbleibt.

11.2m Dampfboot – Decks – Maschinen Mock Up

Inzwischen ist unser Dampfboot-Projekt um einiges fortgeschritten die Weger der abgesetzten Decks vorne und achtern sind eingebaut, ebenfalls die Decksbalken. Wir haben bereits die Sperrhölzer zum bau der Decks zugeschnitten. Diese werden heute mit 6mm Sipo Furnier unter Vakuum verklebt.

Vertikalknie, Schlingen und Sperrhölzer der Schandeckel sind nahezu fertig und werden in den nächsten Tagen eingebaut.

Das Mock Up der Maschine haben wir plaziert um deren Einbauhöhe zu festzulegen, provesorische Cockpitbänke und -böden haben wir ebenfalls angebracht um einen Eindruck Sitzhöhe und Optik zu bekommen. Ein 1:1 Modell des Dampfkessels folgt.

Viele weitere bilder finden Sie hier: Galerie

 

 

 

 

 

Beschichtungs-Workshop @ Fallenbachwerft

Diesen Montag und Dienstag verbrachte ich in der Fallenbachwerft in Brunnen am schönen Vierwaldstättersee um die Leute dort in Sachen „klare Beschichtung Formverleimter Holzboote“ zu schulen. Die Aufgabe bestand darin ein hochwertiges, dauerhaftes, transparentes Beschichtungsystem für über der Wasserlinie mit Epifanes PP-Extra Grundierlack und Epifanes PU-DD Polyurethan klarlack

für das Finish, sowie ein passendes System unter der Wasserlinie zusammenzustellen und der Mannschaft die Materie am zu bearbeitenden Objekt nahe zu bringen. Themen waren:

 

 

 

  • Oberflächenvorbereitung
  • Herstellung von passenden Schleifwerkzeugen
  • Anpassung des Beschichtungssystems
  • Wahl der Applikationswerkzeuge
  • Applikation
  • Überarbeitungsintervalle, Trocknungszeiten
  • Vorbereitung zu Endlackierung

 

30er Schärenkreuzer „Mon Reve“ fertig zur Übergabe

 

Elegante und gut bedienbare Leinenführung, man beachte die Bewölkung zu sehen im Lack des Schiebeluks.

Morgen ist die Übergabe des Bootes, heute haben wir noch letzte Hand angelegt, das Deck gewaschen, die Lackflächen vom Staub befreit… Was sich in Anbetracht des momentanen Polleninfernos als sinnloses Unterfangen herausstellte! Trotzdem sieht das Boot in der Sonne klasse aus. Der warme Farbton der alten, klar lackierten Mahagonie Planken neben dem unbehandelten Teak, der Geruch von frischem Lack und feuchtem Holz sind Eindrücke die die Herzen der Liebhaber alter Boote höher schlagen lassen.

Verwendete Produkte:

Klarlacke von Epifanes, Winschen von Andersen Fallenumlenker vor den Fallenstoppern und Decksaugen für die Barberholer von TyeTech, Fallenumlenker hinten und Fallenstopper von Antal, Winchfeeder (liegende Rollen) von Spinlock. Klemmen auf dem Kajütdach von Harken.

Details

Fallen und Strecker auf dem Kajütdach.

Aus Gründen der Ästhetik und der Handhabung wurde die Brücke über dem Schiebeluk entfernt, ebenso die Handläufe auf dem Kajütdach, die Fallen und Strecker werden nun mit  schlanken Umlenkungen auf dem Kajütdach Bb. und Stb. entlang des Schiebeluks geführt. Die Silhouette des Bootes ist so deutlich eleganter. Die alten Holzschilder mit dem Bootsnamen sind ebenfalls einem dezenten Schriftzug gewichen. Die inzwischen klapprigen Sitzmöbel und Einbauteile wurden während des Refit demontiert und verstärkt wieder zusammen und eingebaut. Ein nach

Die Holzschilder wichen einem eleganten Schriftzug.

Bedarf verwendbares Brett einzuschieben zwischen den vorderen Sitzgelegenheiten schafft eine weitere Sitzgelegenheit. Die sinnlos langen Holepunktschienen wurden um je ca. 2m gekürzt und die Bohrungen verschlossen. Die auf Höhe der Püttinge angebrachten Spischotumlenkungen (Liegendrollen) wurden entfernt da die Genuaschot beim Wenden dort häufig hängenblieb. Diese Aufgabe übernimmt jetzt eine Umlenkrolle auf der Genuaschiene. Die Spischoten können so auch jeweils vier meter kürzer sein. Die alten zu Bremsklappen mutierten Ruderspaltabdeckungen

Cockpit mit überarbeiteten Sitzmöbeln.

wurden durch neue ersetzt die so angebracht wurden dass sie flexibel biegen können und bei starkem Rudereinschlag nicht dauerhaft knicken. Im Rumpf wurden ca. 70lfm Plankenfugen ausgeleistet da diese teilweise angerottet waren. Alle beschichteten Holzoberflächen an Deck, Freibord und Unterwasserchiff wurden vollständig abgezogen und neu beschichtet.

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30er SK – „Mon Reve“ Unterwasserschiff Ausgeleistet und Versiegelt

Die Fugen sind inzwischen ausgeleistet und das Unterwasserschiff ist mehrfach mit WEST SYSTEM Epoxidharz versiegelt. Das kalte Wetter zwingt uns zu heizen, deshalb herrscht in der Werft eine relativ geringe Luftfeuchtigkeit. Aus diesem Grund ist es sehr wichtig das starke Austrocknen und damit einhergehend das Schwinden der Beplankung zu verlangsamen indem die abgezogenen Flächen schnellstmöglich wieder versiegelt werden. In den lezten Tagen haben wir deshalb so zügig wie möglich alle Vorarbeiten erledigt. Donnerstag wurde beschichtet.

Nächste Woche werden wir das Unterwasserschiff schleifen und mit mehreren Schichten Primer abdecken. sowie die Abdecklippen am Ruderspalt anbringen.

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Boesch Cabrio

Die Polsterung an der Einfassung der Liegefläche speicherte in ihrer Schaumstofffüllung Feuchtigkeit und gab diese an das angrenzende Holz ab. Das Deck hat sich im angrenzenden Bereich am Heck bereits dunkel verfärbt. Um weitere Feuchteschäden zu vermeiden haben wir vorgeschlagen die Polsterung durch eine hölzerne stark abgerundete Blende zu ersetzen. Die Rundungen wurden lamelliert und mittels Schäftungen mit den geraden Stücken verbunden, alle Verklebungen wurden mit Epoxidharz ausgeführt das für diesen Zweck mit dunklem Pigment (gebrannte Erden) Lichtecht eingefärbt wurde. Um den Farbton des Holzes den Gegebenheiten anzugleichen verwenden wir UV-Beständige Lösemittelbeizen, zuvor wurden mehrere Muster hergestellt um den korrekten Farbton zu ermitteln. Momentan sind die Holzteile bereits angebracht, gerundet, verschliffen und gebeizt, jetzt folgt das vielfache Grundieren. Im Anschluss werden das Freibord und Deck noch mehrfach aufgrundiert und endlackiert.

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30er „Mon Reve“ – Brightwork

Nach vielen Stunden mühevollen schleifens und vielen Vorarbeiten konnten wir nun endlich loslegen mit Beizen und lackieren. Erst nach vielen Schichten Grundierung und Zwischenschliffen zeichnet sich die Qualität der Vorarbeiten sichtbar ab. Mit jeder aufgetragenen Klarlackschicht kann besser abgeschätzt werden ob die Färbung und vor allem Intensität der Beize ansprechend gewählt wurde. Inzwischen sind 9 Schichten Grundierung aufgetragen worden. Nun kann der Lack einige Zeit durchhärten und einschrumpfen bevor für die letzten zwei Schichten Endlackierung auf „Fläche“ geschliffen wird. In der Nächsten Tagen werden wir das Boot aus der Grube heben und am Unterwasserschiff weiterarbeiten.

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Music @ Boatyard

Endlich! Wir haben Musik in der Werft. Meister Ekkehard hat einen alten Onkyo Verstärker seiner Jugendtage angeschleppt, ein paar leistungsfähigere Lautsprecher aus den 90ern habe ich gestern bei Ebay geschossen. Ab jetzt wird zu „Entre dos tierras“ geschliffen…

30m² Schärenkreuzer „Mon Reve“ -Skin Fit-

Nun, man soll mit Freunden keine Geschäfte machen… Das passiert mir immer wieder. In diesem Fall war „nein“ sagen schlicht keine Option. Selten hat „Mann“ die Möglichkeit die Aussenhaut einer so wundervoll proportionierten Dame derart intensiv bearbeiten zu dürfen. Im Ernst ist Sie (die Schäre) aussergewöhnlich schön proportioniert und aufwendig, gebaut. Es macht schlicht Freude solch einem Boot zu neuer Schönheit zu verhelfen.

Von uns werden alle Aussenflächen bearbeitet Deck mit Kajüte, Plicht, Freibordfläche werden vollständig abgezogen, notwendige kleinere Reparaturen durchgeführt, geschliffen, gebeizt, grundiert und Endlackiert. Teakdeck geschliffen, Unterwasserschiff abgezogen und neu aufgebaut. Das Beschlagslayout auf dem Kajütdach neu gestaltet und frische Schotwinschen werden montiert. Im Frühjahr diesen Jahres wird sie wieder Schwimmen.

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40m² Seefahrtskreuzer „Carina“ bekommt Rückrat und noch mehr

Strukturelle Schwächen verdammten die schöne „Carina“, einen 40m² Seefahrtskreuzer, zu jahrelangem Dornröschenschlaf in einer Lagerhalle, nun hat sie neue entschlossene Eigner gefunden die Ihr die Zuwendung zukommen lassen die nötig ist sie wieder in Fahrt zu bringen. In meiner Werft wurden ein Teil des Vorstevens, sowie der Holzkiel neu eingesetzt, auch eine der Holzbodenwrangen wurde ersetzt, Stahlbodenwrangen repariert, Teile der Beplankung getauscht und unzählige Spunde eingesetzt.
Die Eigner, selbst keine unbekannten in der Bootsbauwelt, überzogen den reparierten Rumpf anschliessend mit einem Glas Epoxid-Überzug. Momentan bekommt das Gute Stück noch ein Teakdeck appliziert und soll in diesem Sommer wieder schwimmen.

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