Kategorie-Archiv: Föhrjolle

Föhrjolle – Ruderanlage

Beim Segeln meiner Jolle störte mich der starke Ruderdruck, schon bei kleinen Anstellwinkeln. Bei genauerer Betrachtung stellte ich fest, dass das Blatt nicht vollständig nach unten schwingen konnte. Außerdem zwangen mich der weit achterliche Anschlagpunkt des Pinnenauslegers zu einer zu weit achterlichen Sitzposition. Eine Überarbeitung war also notwendig:

Ich habe das Ruderblatt, in einer neuen Bohrung im Ruderkopf, ca. 5cm weiter Achtern aufgehängt, da das Ruderblatt nun vollständig nach unten schwingen kann ist der Druckpunkt nun ca. 6cm weiter vorne und erzeugt jetzt ein deutlich kleineres Drehmoment. Außerdem habe ich kurzerhand eine neue um 12cm längere Pinne gebaut, den Anschlagpunkt des neuen Pinnenauslegers ca. 28cm nach vorne verlegt und damit den Hebel deutlich vergrößert. Insgesamt nun ein völlig anderes Gefühl an der Pinne. Ein weiteres Feature ist der neue Pinnenausleger den mir Jürgen Alle in Ermangelung eines eigenen Bootes überlassen hat. Es handelt sich um einen Ronstan Battlestick, der eingefahren ca. 15cm länger ist als der alte und verfügt im Gegensatz zum Vorgänger über ein Gummigelenk das bei Manövern nicht so viel Beachtung benötigt, da es im Gegensatz zu einem Wirbelgelenk keine „unmöglichen“ Stellungen gibt.

Der Ruderdruck ist nach dieser kleinen Maßnahmen (gerechnet und gefühlt) um ca. 40% reduziert und die Sitzposition dort wo ich sie haben möchte. Der Eingriff hat sich also gelohnt!

Föhrjolle – Daten

Bootsdaten:

Typ: Föhrjolle, Konstrukteur: Ernst Lehfeld
Rumpf:
Knickspanter, Sperrholz, Epoxy Glas gepanzert…
Länge 5.6m, Breite 2m, Gewicht segelfertig: ca. 215kg ohne Mannschaft.
Rigg: Weiterlesen

Föhrjolle – Neuaufbau

In den 70er Jahren kaufte mein Vater eine Föhrjolle Rumpf komplett abgezogen.die wir einige Jahre nutzten. Damals war die Uferlinie der Immenstaader Bucht noch mit einer Mauer versehen. Was besonders bei Föhnsturm  mit seinen kurzen hohen Wellen  für ein chaotisches Wellenbild sorgte. Unser Boot lag hier im Bojenfeld das es damals noch gab. Einer dieser Stürme legte den Mast und ließ das Boot vollschlagen. Danach lag es einige Jahre ungenutzt in einem Schuppen. 1986 bekam ich Interesse an der Segelei und wir machten das Boot wieder klar. 1989 begannen sich die Verleimungen des Bootes an einigen Stellen zu lösen, das Boot wurde also zunächst am inzwischen angelegten Strand in Immenstaad eingemottet und wartete auf seine Wiederbelebung… Weiterlesen

Salingsverlängerung – Herstellung

Im letzten Post habe ich meine zu Papier gebrachte Idee veröffentlicht, hier nun die Umsetzung.

Aufbohren der alten Salinge

Aufbohren der alten Salinge

Ein langer Abend und fertig sind sie. Zunächst längte ich die Aluminiumstangen ab und bohrte die Salinge auf 12mm auf.

 

 

 

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Salingsverlängerung Selbstgebaut

Skizze-Saling

Skizze der Verlängerung

Da die Selden-Lösung der verstellbaren Salinge doch recht kostenintensiv ist, bastle ich mir kurzerhand selbst eine justierbare Verlängerung. Der Salingswinkel ist damit zwar nicht einstellbar, aber immerhin deren Länge.

Wie es dann fertig aussieht folgt…

 

Hier nun