USB-Dinghy – Nachsorge

Rutschbahnelimination

Um zukünftige Rutschpartieen im Boot zu unterbinden habe ich Antisliplack (Antirutschfarbe?!) Einlackiert. Damit sollte ich in den Manövern dann mehr Kontrolle über mich haben…

Das Absolute Ende…

des Bootes versehe ich gerade mit einer scharfen Abrisskante, der Radius am Spiegel war viel zu groß. Eigentlich wusste ich das bereits, das das Wasser aber so wuschig um die runde Ecke wirbelt war mir nicht klar, da das unnötigen Widerstand verursacht kommt nun eine rattenscharfe Kante hin.

… Noch nicht ganz fertig, morgen wird es beigeschliffen und geprimert, nach dem Urlaub dann wieder weiss lackiert.

Butt-Groove

Um tiefen Eindrücken in meinem Allerwertesten durch das Dollbord zukünftig zu umgehen mach ich mich morgen auch noch kurz auf die Suche nach einem geeigneten Polstermaterial…

USB-Dinghy – Finish und Probeschlag bei 4-5Bft.

ENDLICH (fast) FERTIG!

Nach anstrengenden letzten Tagen war das Boot am Freitag Segelklar so das ich am Samstag nach dem unspektakulären Stapellauf den ersten Probeschlag machen konnte.

Bei bestem Segelwetter mit sehr böhigen 4-5Bft. aus WSW waren „interessante“ Bedingungen gegeben. Im engen Hafenbecken drehte ich überraschend den ersten 360er, da vor mir ein gekenterter Laser die Hafeneinfahrt versperrte und realisierte den Rudereinschlag der vom Dollbord auf ca. 30° begrenzt wird, das war eeeennng… weiss mans ist es ok, die Erkenntnis kam allerdings im ungünstigen Moment. Draussen wechselte ein Grundwind von ca 13kn mit häufigen abrupten, harten Böen bis 19kn ab. Das auf 8,4m² gereffte Rigg liess sich bestens kontrollieren. Unter diesen Bedingungen kam das Boot ab Halbwind immer wieder über längere Strecken ins Gleiten. Bei einer heftigen Böe fierte ich zu spät, nach dem eintauchen der Baumnock kam es zur beinhahe Kenterung. Über Lee stieg doch eine „nennenswerte“ Mengen Wasser ein bevor ich das Boot nach Lösen der Downhaul (entspricht in etwa der Kombination aus Baumniederholer und Vorliekstrecker wieder aufrichten konnte. Trotz ca. 15cm Wasser über dem Boden lag das Boot ausreichend stabil so das ich gut stehen konnte. Nach dem bergen des Segels lag ich mit Luvruder beigedreht schöpfte das Boot leer und konnte dann weitersegeln. Trotz reichlich Wind und entsprechender Welle segelt das Boot wegen des hohen Freibords sehr trocken. Anstrengend war die zu hohe Einstellung der Ausreitgurte und der glatte Boden der mich bei jedem zweiten Manöver haltlos auf den Hintern setzte (war sicher lustig anzusehen…) Mit der Zeit bekam ich das Verhalten des Bootes immer besser in den Griff. Den Gennaker zu ziehen vermied ich unter diesen Bedingungen erst einmal. Das mache ich bei weniger Wind oder mit Crew.

Fazit

Die Segeleigenschaften entsprechen nach den ersten zwei Stunden auf dem Wasser voll den Erwartungen. Aus den gesammelten Erfahrungen habeich schon eine neue ToDo Liste generiert:

  • Anti-Rutsch auf Böden / sicherer Stand
  • Ausreitgurte niedriger laschen / kraftsparendes Ausreiten
  • Ausreitgurte achtern anheben.
  • Pinne kürzen / Bewegungsfreiheit & Rudereinschlag
  • Pinne mit Kunstoffgelenk / schafft mehr Bewegungsfreiheit
  • Kürzere Pinnenverlängerung / unnötig lang
  • Abrisskante anbringen / Besseres angleiten & gleiten
  • Sitzpolster auf dem Dollbord anbringen
  • Steifere Rahe / Falte beim harten Durchsetzen von Schot und Downhaul von Baumnock zumitte der Rahe.
  • Schamfilschutz an Rahe anbringen. /schützt den Mast
  • Reff Gummiseil
  • Riemen balancieren
  • Slipwagen Lager anpassen.
  • Windenstand Trailer / einfacheres aufladen des Bootes mit Slipwagen

USB-Dinghy – Bau von Mast und Spieren

Aus mehreren Gründen habe ich mich entschieden die Spieren aus relativ schwerer Kiefer anstatt Fichte oder Spruce zu bauen. Zum einen reiben Baum, Luggerrahe und Mast permanent aneinander, hier ist der Vorteil der höheren Druckfestigkeit gegenüber Fichte, zum anderen ist der unverstagte Mast relativ hohen Biegebeanspruchung ausgesetzt. Kiefer ist ein gutes Stück fester als die leichteren Hölzer und wird dieser Belastung besser gereicht. Ausserdem ist es in hoher Qualität leicht verfügbar relativ günstig und muss nicht um den halben Planet transportiert werden (Spruce ist schwer zu beschaffen, sündhaft teuer und wird aus den USA oder Kanada importiert…) Um Das Gewicht bei hoher Steifigkeit niedrig zu halten sind Mast und Großbaum hohle Kastenprofile. Sie sind an belasteten Stellen mit Glasfaser/Epoxylaminat verstärkt. Grundsätzlich werde ich an Stellen an denen es sinnvoll ist aus den gleichen Gründen zukünftig mehr heimische Hölzer einsetzen.

USB-Dinghy – Schwenkbarer Gennakerbaum

Hier der Einbau der Führungen und Verstärkungen des schwenkbaren Gennakersystems Da die Lagerstellen weit auseinanderliegen ist die Belastung nich sehr hoch das hilft die Verstärkung am Vorsteven schlank zu halten.

USB-Dinghy – schwenkbarer Gennakerbaum

Eigentlich plante ich den Gennakerbaum asymmetrisch von Stb. durch die Außenhaut am Bug zu führen, die Nock im ausgefahrenen Zustand auf die Bootsmitte fixiert. – Dann ist mir aufgefallen daß eine schwenkbare Variante baulich nicht mehr Aufwand macht und mich entschlossen diese Variante zu bauen.

USB-Dinghy – Rollout Mastanprobe

Vorsichtshalber haben wir den Mast eben einmal in das dafür vorgesehene Loch im Boot gesteckt… und er passt ohne Nacharbeit, Klasse! Eigentlich ist es nicht nur ein USB sondern auch ein SUV (Sport Utility Vehicle) und dabei im Gebrauch klimaneutral.

So jetzt werden die Segel bestellt!

USB-Dinghy – Mastfischung, Decksbalken und Deckel der Tanks

Es geht in großen Schritten voran, die Segel werde ich heute in Auftrag geben und hoffe Mitte August auf dem Wasser zu sein!

Mastfischung und Balken der Auftriebstanks und der Ducht

Nach dem Einkleben der Deckel zeigt sich das das nur sechs millimeter dünne Sperrholz zusammen mit den eng gesetzten Leisten darunter ein sehr steifes Konstrukt ergeben.

Einbau des Dollbordes, Bugbandes und der Horizontalknie achtern

Das durch die Füllstücke unterbrochene Dollbord ist zwar schön anzusehen und zum befestigen von allerlei Gedöns sehr praktisch aber auch sehr aufwendig zu versiegeln zwischenzuschleifen und lackieren. Speziell beim nachlackieren in einigen Jahren… Ich denke das eine durchgehende halbhohe Leiste als Abstandhalter zwischen Aussenhaut und innerem Dollbord wesentlich einfacher zu bauen ist. Das wird beim nächsten Boot womöglich anderst.

Es folgt das Versiegeln des Innenausbaus, ausserdem haben wir mit den Foils begonnen und der Mast ist ebenfalls schon verleimt und gehobelt… Ich muss nur die Zeit finden das alles Online zu stellen…

USB-Dinghy – Segelplan

Hier der Segelplan des USB-Dinghys mit „Gennaker-Paket“.

Um dem vielseitigen Charakter des Bootes zu entsprechen habe ich die Segelgarderobe so ausgelegt das mit ein bis zwei Personen und wenig Zuladung sportlich gesegelt werden kann. Dann stehen Upwind 11,7m² Segelfläche des Luggersegels zur Verfügung Downwind sind es mit Gennaker 21,7m² da dürfte ein wenig Wind vorausgesetzt keine Langeweile aufkommen. Im Wandersegeltrimm mit reichlich Gepäck an Bord kann die Segelfläche des Luggersegels bis auf 4,2m² reduziert werden um auch bei frischem Wind noch Höhe machen zu können.

Warum ein Luggerrigg?

Das Luggerrigg benötigt nur relativ kurze Spieren. Die Luggerrahe und der Großbaum sind unter 4m lang und können im Boot verstaut werden das ist gut beim Rudern, der Mast ist nur knapp über 5m lang und ragt so kaum über das Boot hinaus. Das vereinfacht den Transport. Die Amwindeigenschaften sind gut und der Wirkungsgrad auf halben bis raumen Kursen sehr gut. Abgesehen davon gefällt mir diese Kombination aus Boot, Luggertakelung und Gennaker, das Boot sieht mit diesem Segelplan einfach klasse aus.

Segelflächen im Überblick:

Großsegel: 11,7m²
Großsegel mit 1. Reff: 8,3m²
Großsegel mit 2. Reff: 4,2m²

Gennaker: ca. 10m²

USB-Dinghy – Loskiele, Scheuerleisten und Schwertkasten sind eingebaut!

Loskiele und Scheuerleisten

Schwertkasten

Der Schwertkasten muss fertig werden da weitere Schotten und die Sitzducht an Ihm befestigt werden. Er ist innen zum Schutz des Holzes mit einer Lage Laminat versehen eine anschliessende Graphitepoxy Beschichtung macht die Fläche robust und gleitfähig.

Mittlerer Auftriebstank mit Sitzducht und Schwertkasten

Die nächsten Schritte sind:

  • Einbau der Mastfischung und der Decksbalken der Auftriebstanks
  • Einpassen und einbauen der Deckel und Duchten
  • Einbau des Dollbords