Petteruti – Teakdeck Rettung (auf Zeit…)

Nach dem Erwerb dieser betagten Petteruti beauftragte uns der neue Eigner das Teakdeck bis zu einem umfangreicheren Refit eine gesellschaftsfähige Optik herzustellen. Bei einer ersten Inspektion der Oberfläche hatte ich Zweifel da der Lack als auch die Fugen in sehr schlechtem Zustand waren.

Abziehen der völlig verwitterten alten Beschichtung.

Nach dem Abziehen jedoch zeigte sich das Teakfurnier obwohl hauchdünn und an kleinen Stellen bereits durchgeschliffen in ansprechender Optik. Mit dem Aufgebrachten Hartholzlacköl von EPIFANES versuchen wir den ansehnlichen Zustand noch ein paar Jahre zu erhalten bis eine grössere Sanierung fällig wird.

Nach dem Beschichten mit EPIFANES Hartholzlacköl.

Peddrazzini Caprino de Luxe – Deck Beizen und Lackieren

Nach Abschluss der Holzarbeiten diese Woche folgte gestern das schleifen beizen und lackieren des Schandeckels. Die Beize ist speziell angemischt, orientiert haben wir uns an der Färbung der Freibordfläche die von Peddrazzini erst vor wenigen Jahren neu überarbeitet wurde.

Deck fertig gebeizt, gebeizter Bereich bereits zweifach grundiert.

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Peddrazzini Caprino de Luxe – Ersetzen von Hauptschott und Verdeckkasten

Hauptschott und Verdeckkasten sind eingebaut, Weitere kleinere Reparaturen waren nötig, Einige Ahornstäbe wurden ersetzt und ein Spund am Heck in das Deck eingesetzt. Eine Eckverbindung am Backbord Schweller war gebrochen und wurde ebenfalls repariert.

Alle verbauten Teile haben wir an den Hirnholzkanten und Rückseiten mit Epoxidharz versiegelt um die Feuchtikeitsaufnahme aus den Schlecht belüfteten bereichen zu reduzieren.

Der Decksteile an den Seitendecks, Hauptschott und Verdeckkasten bereits eingebaut.
Schaden am Schweller und der Eckverbindung.
Rotter Decksbereich am Heck.
Decksteile am Heck eingepasst und verklebt.

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Diesel Workshop – mein KRAMER Export 350!

Im Herbst 2017 erwarb ich meinen Schlepper, da ich ein eigenes Fahrzeug zum Rangieren, ein- und auswassern sowie Transportfahrten in der näheren Umgebung benötigte. Meiner mangelhaften Erfahrung bei diesem Schnellkauf ist es zu verdanken daß ich in meinem naiven Eifer diverse Dinge übersah:
Katastrophales Kaltstartverhalten, mangelhafte Kompression. Der Schnellgang existierte nur in den Papieren. Die Elektrik machte mit heftiger Rauchentwicklung auf sich aufmerksam, die Einspritzpumpe mit Inkontinenz. Den Auspuff hätte man zuschweissen können, das meiste kam sowieso aus der Kurbelgehäuseentlüftung…

Geteilter Traktor nach Ausbau des Getriebes.

Nach der Reparatur der Haube, totalrevision des Motors, Einbau eines neuen Kupplungsautomaten, Tausch des Getriebes welches zuvor neu durchgelagert wurde und der Herstellung und Einbau eines neuen Kabelbaums bin ich nun (nicht ganz überraschend) um viele Erfahrungen im Bereich Diesel- und Fahrzeugtechnik reicher (Stand 60er Jahre) .
Dank an die vielen guten Menschen die mir in dieser schweren Zeit fachlich beigstand leisteten!

Bilder Haube Elektrik und Motor
Bilder Getriebe

Peddrazzini Caprino de Luxe – Reparaturen

Die Lackierung dieser Peddrazzini ist verschlissen, rottes Holz im Deck an den Enden der Winschutzscheibe müssen mit Spunden verschlossen werden. So zunächst der Schadensbefund. Nach der Demontage der Verblendungen im Cockpit werden weitere Schäden sichtbar. Die Sperrhölzer des Innenausbaus (Verdeckkasten, Hauptschott, etc.) Delaminieren nahezu vollständig. Da diese Bauteile die den einzigen Querverband im Rumpf darstellen ist Ihr einwandfreier Zustand von erhebllicher Bedeutung für die Betriebssicherheit des Bootes. Aus diesem Grund werden Sie durch neue Teile ersetzt.

Delamination der Sperrhölzer im Innenausbau.

Nach Durchführung aller Vorarbeiten wird das Deck gebeizt, mehrfach grundiert und Endlackiert.



Wieder etwas los in der Werft..!

Mit dem Herbst kommen die Boote…
Aktuell arbeiten wir wieder intensiv am 11,3m Dampfboot. Die sichtbaren Flächen der Rumpfinnnenseiten sind bereits mit AWLGRIP (Rolle/Pinsel) Endlackiert und die Bilge hat ebenfalls schon einen grauen Anstrich bekommen (EPIFANES HB Coat Lichtgrau) in der nächsten Zeit werden wir die Böden einbauen die zur Zeit neben dem Boot vorbereitet werden. Ebenso sind die Rinnen und unterseiten der Luken bereits mehrfach mit Epoxy Primer versiegelt.

Remmleisten des vorderen Cockpits werden verleimt
Lukendeckel bereits versiegelt mit Epoxy Primer.

Die zweite Baustelle ist eine alte Bekannte eine BB 17 an der wir in den vergangenen Jahren bereits Neues Totholz einige Meter neuen Kiel sowie einige Planken und Bodenwrangen einbauten. Auch der Innenausbau wurde verändert. Nachdem wir vor zwei Jahren die Aussenhaut abgezogen und neu Aufgebaut haben wird es Zeit für eine Überholungslackierung. Wir lackieren Zwei Schichten EPIFANES Bootslack klar auf den ich sehr gerne verarbeite.

Überholungslackierung an einer alten bekannten…

GFK-Laminat auf traditionellen Holzbooten

Die Frage ob ein GFK Laminat auf dem Rumpf eines Holzklassikers nachhaltig Lebensverlängernd wirkt, oder die letzte Periode eines Bootlebens einläutet, lässt sich so einfach nicht beantworten. Man verspricht sich von diesem Maßname meist mehrere Dinge: Geringerer Wartungsaufwand, Dichtigkeit sofort beim Zuwasserlassen, Schutz vor Feuchtikgeit und Fäulnis. Ein Laminat kann einen Rumpf in Querschiffrichtung verstärken, beipielsweise um Delaminierte oder gebrochene Spanten zu untersützen.  Werden Rümpfe ausgeleistet kann ein richtig ausgelegtes Laminat ein willkürliches Reissen der Beplankung verhindern. Häufig kann es eine alternative zum sehr kostenintensiven Neubeplanken eines Rumpfes sein, solange die Planken, etc. nicht faul sind.

Sympathien erntet diese Methode zumindest bei den Traditionalisten unter den Bootsliebhabern sicherlich nicht. Für andere ist es unter umständen eine bedenkenswerte Alternative.

„Leichenhemd“

Völlig zutreffend ist die Bezeichnung „Leichenhemd“, schließlich bedeckt es totes Holz !
Allerdings ist der größte Teil eines noch wachsenden Baumes bereits ebenso Tot wie das am Boot überlaminierte Holz, denn schon der lebendige Baum besteht zum größten Teil aus abgestorbenen Zellen. Lebendig ist lediglich eine nur dünne Schicht zwischen Reifholz und Borke, das „Kambium“, welches bei der Verarbeitung des Holzes zusammen mit dem für den Bootsbau ungeeigneten Splintholz entfernt wird. Falls es unter der Beschichtung zu Fäulnis (Pilzbefall) kommt müssen mehrere Faktoren zuammentreffen, Pilze benötigen für Ihr Wachstum:  Feuchtigkeit, Wärme und Nahrung also eine Holzfeuchte von ca.  20-30%, Temperaturen über dem Gefrierpunkt und Holz. Die einfachste Methode Fäulnis zu vermeiden ist es die Feuchte unter 18% zu halten. Bei guter Belüftung und versiegeln zumindest des Bilgensumpfes gelingt dies recht gut.

Die Lebenserwartung eines Bootes nach einer solchen Behandlung hängt von mehren Faktoren ab: Zustand des überzogenen Holzrumpfes, Wahl des Materials, Verarbeitungsqualität sowie der Pflege und Wartung des Bootes und kann idealerweise die Lebenserwartung verdoppeln. Damit überlebt das Gute Stück die meisten die sich zu dieser Massname durchgerungen haben.

Zustand des zu überziehenden Holzrumpfes:

Alle strukturellen Bauteile wie Planken, Bodenwrangen, Schotten, Ringspanten, Stringer etc. und deren Verbindungen sollten Ihrer statischen Funktion gerecht werden, die einzige Aussnahme können eingebogene Spanten sein die wenn nur gebrochen aber nicht faul eventuell im Rumpf verbleiben können da ein entsprechend ausgelegtes Laminat die Aufgabe dieser Spanten übernehmen kann.  Faule Hölzer sollten ausgetauscht sein, alle Holzbauteile sollten sich in einwandfreiem Zustand befinden. Die Feuchtikeit des Rumpfes sollte zwischen ca. 12 und 15% betragen, idealerweise sollte die Holzfeuchte herrschen die später im überzogenen Rumpf herrscht. Die Planken sollten sollten untereinander verleimt sein.

Wahl des Materials

Harz

Obwohl auch ein Überzug mit Polyesterharz denkbar ist ziehe ich Epoxidharz aufgrund seiner besseren physikalischen und chemischen Eigenschaften unbedingt vor, die da wären: Anhaftung am Holz, spannungsfreie Aushärtung, Wasserdampfdichtikeit, Hydrolysebeständigkeit.

Verstärkungsfasern

Als Verstärkungsfasern verwende ich für Epoxidharz geeignete E-Glas Fasern. In (sehr) speziellen Fällen ist auch Kohlefaser oder sind andere Fasern denkbar.

Bindungsarten

Als Bindungsarten kommen Gewebe oder besser Mulitaxailgelege sowie Unidirektionalgelege zum Einsatz. Wichtig ist, daß ein möglichst hoher Faseranteil Quer oder Diagonal zu den Plankenfugen verläuft. In Richtung der Plankenfugen also auch der Holzfaser, ist ausreichend genug Festigkeit vorhanden und wird deshalb keine Verstärkung benötigt.

Verarbeitungsqualität

Die Umgebungsbedingungen wie Luftfeuchtikgeit und Temperatur sind für eine erfolgreiche Verarbeitung von Epoxidharzen von großer Bedeutung, Verarbeitungsintervalle sind einzuhalten. Während der Verarbeitung muß handwerklich sauber gearbeitet werden. Potentielle Fehlstellen wie Borddurchlässe, Stopfbuchsen, Ruderbeschläge etc. müssen wasserdicht eingebaut werden um zu verhindern das Wasser von aussen in die Massiven Hölzer eindringen kann.

 Pflege und Wartung des Bootes

Der Bootseigner muß sich im klaren sein, daß er weiterhin Eigner eines Holzbootes ist. Zu hohe Feuchtikeit und starke Feuchteschwankungen des Holzes bleiben der Feind seines Bootes, deshalb ist es wichtig dafür zu sorgen, daß das innere des Bootes überall gut belüfteten ist. Beim Segeln eingedrungenes Wasser darf nicht im Boot verbleiben, Schwitzwasser muss abtrocknen können. Die Bilge und die Bodenwrangen sollten mit Nüstergaten ausgestattet sein und saubergehalten werden, so das alles eingedrungene Wasser sich im Bilgensumpf sammeln und entfernt werden kann
Wenn man sich vor Augen hält das  quellendes Holz in Steinbrüchen verwendet wurde um Felsen zu spalten kann man sich vorstellen was 150kg quellendes Totholz vermag.

Fazit

Es gibt zahllose Gründe und Argumente für und gegen eine Beschichtung mit Laminat. Ob Laminieren Sinn macht kann nicht generell beantwortet werden, diese Antwort muss im Hinblick auf das Boot und unter Beachtung der individuellen Situation und den Präferenzen des Eigners im Einzelfall entschieden werden.
In einem bin ich mir sicher, ein „Leichenhemd“ ist eine solche Beschichtung sicher nicht wenn obige Punkte Beachtung finden.

in diesem Blog:
Holzboote die ich laminert habe:

Fotogalerie:

– BB17 Unterwasserschiff laminieren

– Mällar 30 Totalrefit des Rumpfes

Multi Purpose Outdoor Adventure Lightweight DIY Skiff!

Nun gut, zu erkennen ist momentan noch nicht wirklich viel…

Aufreissen der Bauteile auf Gaboon Bootsbausperrholz.

Ich spiele mit dem Gedanken in den Sommermonaten Selbstbaukurse / Bootsbaukurse in meiner Werft anzubieten, hierzu eignet sich dieses Boot hervorragend.

Es handelt sich hier um jüngstes Projekt, einem „extrem“ selbstbaufähigen Skiff das auf Grund seines geringen Gewichts und günstigen Linien hervorragend segelt und ebenso gut rudern lässt, es kann alternativ mit einem kleinen Aussenbordmotor ausgestattet werden. Aufgrund des geringen Gewichts ist sogar ein Transport auf dem Autodach möglich. Abgesehen davon ist selbst das Rigg mit seiner einfachen aber vielseitigen Luggertakelung  mit nur einer Hand voll Beschlägen günstig herzustellen und sieht dabei noch gut aus.

Bei einer Segelfläche von ca. 11m² und einem Gewicht segelfertig von unter 75kg wird das Boot alleine sportlich zu segeln sein. Die Linien versprechen für ein „konventionelles“ Boot gute Gleiteigenschaften. Es bietet genug Platz und sichere Segeleigenschaften für bis zu vier Personen.

Sofern in diesem Frühjahr „nebenher“ genug Zeit bleibt das Boot zu bauen können wir es hoffentlich schon Anfang des Sommers probesegeln.