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Mälar 30, Laminieren

Nach dem Drehen des Bootes bereiteten wir die Oberfläche für das Laminat vor.
Dazu wurden offene Fugen aufgefräst und mit Holzleisten verschlossen, Risse gesäubert und gespachtelt, Unebenheiten wo möglich gehobelt oder verschliffen. Hierbei waren wir durch heraustretende Nieten und Stahlschrauben sehr eingeschränkt. Zahlreiche Unebenheiten die sich deshalb nicht beheben ließen werden später, nach dem Laminieren mit mehreren Spachtel- und Schleifdurchgängen eingeebnet.
Nach all den Vorbereitungen wurde der Rumpf mit einer Lage Glasgelege und einer weiteren Lage Glasseidengewebe laminiert.

 

 

 

 

 

 

 

Warum Laminieren?

  • Verhindert ein Reißen der Aussenhaut
    Das notwendige Ausleisten des Rumpfes verbindet alle Planken fest miteinander, falls der Rumpf zukünftig einmal stärker auftrocknet, können Plankenfugen die bisher nicht verklebt waren nicht mehr „aufgehen“ es können einen Trocknungsriss autreten die auch in einer Planke verlaufen können. Laminat „sperrt“ dass Holz ab, es verhindert ein aufreissen der Beplankung ähnlich wie das die in verschiedenen Richtungen angeordneten Furnierlagen eines Sperrholzes verhindern das dieses reisst. 
  • Reduziert die Feuchteschwankungen im Plankenholz, das beugt Ermüdung vor.
    Das Glas/Epoxy Laminat verhindert die Aufnahme von Feuchtigkeit von außen. Das Plankenholz bleibt wesentlich trockener als bisher. Bei guter Durchlüftung des Rumpfes bewegen sich die Feuchtewerte der Hölzer auch während der Wasserliegezeit im größten Teil der Beplankung unterhalb der für die Entwicklung der meisten Pilze* nötigen Grenzen. Die Feuchteschwankungen die durch die abwechselnde Lagerung des Bootes im trockenen Winterlager und der Wasserliegezeit verursacht werden, werden stark reduziert. Dadurch werden auch die durch das Quellen und Schwinden der Hölzer verursachten Belastungen auf alle Niet und Bolzenverbindungen der Hölzer im Rumpf reduziert. Die Verbindungen ermüden weit weniger schnell.
  • Vergleichsweise günstig
    ähnliche Eigenschaften erzielt man mit dem mehrfachen auffurnieren des Rumpfes, man erhält einen „Formverleimten“ Rumpf, das Anpassen der mindestens zwei Lagen Furnier die meist ebenfalls mit Epoxidharz verklebt werden, ist jedoch wesentlich Zeitintensiver.

Vorraussetzung für ein Nutzen durch das Laminat ist es das Holz im inneren des Bootes möglichst trocken und gut belüftet zu halten. Der Bereich im Boot in dem meist Wasser steht (Bilgensumpf) kann mit Epoxy Primer oder Epoxidharz ausgestrichen werden. Die Rumpfinnnenseite und die Bilge sollten ebenfalls beschichtet werden allerdings ziehe ich hier Produkte vor, die einen gewissen Feuchtedurchsatz erlauben zum Beispiel ein oder Zeikomponentige Klarlacke oder Farben, Sie verlangsamen einerseits die Aufnahme von Feuchtigkeit, erlauben aber, daß eingedrungenes Wasser mit der Zeit wieder abdampfen kann.

*Holzfäule

Mälar 30, Laminiert, gespachtelt und grundiert…

Hier ein kurzes Update!

Es ist schon eine Weile her das ich den letzten Post geschrieben habe, inzwischen haben wir einige Arbeiten vorgenommen:

o Laminieren des Rumpfes bis zur  Deckskante mit Glas und Epoxidharz.

o Spachteln des Rumpfes und Brettschliff (dazu mehr in einem anderen Post…)

o Grundieren der gespachtelten und geschliffenen Fläche

Leider habe ich momentan keine Zeit hier mehr Bilder einzustellen, bei Google Fotos sind allerdings einige Zwischenschritte zu sehen.

Link zur Galerie: >>Klick<<

22er Schäre Unterwasser Laminieren

SONY DSCNach der umfangreichen Reparatur des Unterwasserschiffes folgte das Auftragen der Schutzbeschichtung mit Glasfaservestärkung und Epoxidharz. Es folgt das Spachteln und Versiegeln des Laminatüberzuges.

Weitere Bilder folgen demnächst in der Galerie