USB-Dinghy – Bau von Mast und Spieren

Aus mehreren Gründen habe ich mich entschieden die Spieren aus relativ schwerer Kiefer anstatt Fichte oder Spruce zu bauen. Zum einen reiben Baum, Luggerrahe und Mast permanent aneinander, hier ist der Vorteil der höheren Druckfestigkeit gegenüber Fichte, zum anderen ist der unverstagte Mast relativ hohen Biegebeanspruchung ausgesetzt. Kiefer ist ein gutes Stück fester als die leichteren Hölzer und wird dieser Belastung besser gereicht. Ausserdem ist es in hoher Qualität leicht verfügbar relativ günstig und muss nicht um den halben Planet transportiert werden (Spruce ist schwer zu beschaffen, sündhaft teuer und wird aus den USA oder Kanada importiert…) Um Das Gewicht bei hoher Steifigkeit niedrig zu halten sind Mast und Großbaum hohle Kastenprofile. Sie sind an belasteten Stellen mit Glasfaser/Epoxylaminat verstärkt. Grundsätzlich werde ich an Stellen an denen es sinnvoll ist aus den gleichen Gründen zukünftig mehr heimische Hölzer einsetzen.

USB-Dinghy – Schwenkbarer Gennakerbaum

Hier der Einbau der Führungen und Verstärkungen des schwenkbaren Gennakersystems Da die Lagerstellen weit auseinanderliegen ist die Belastung nich sehr hoch das hilft die Verstärkung am Vorsteven schlank zu halten.

USB-Dinghy – schwenkbarer Gennakerbaum

Eigentlich plante ich den Gennakerbaum asymmetrisch von Stb. durch die Außenhaut am Bug zu führen, die Nock im ausgefahrenen Zustand auf die Bootsmitte fixiert. – Dann ist mir aufgefallen daß eine schwenkbare Variante baulich nicht mehr Aufwand macht und mich entschlossen diese Variante zu bauen.

USB-Dinghy – Rollout Mastanprobe

Vorsichtshalber haben wir den Mast eben einmal in das dafür vorgesehene Loch im Boot gesteckt… und er passt ohne Nacharbeit, Klasse! Eigentlich ist es nicht nur ein USB sondern auch ein SUV (Sport Utility Vehicle) und dabei im Gebrauch klimaneutral.

So jetzt werden die Segel bestellt!

USB-Dinghy – Segelplan

Hier der Segelplan des USB-Dinghys mit „Gennaker-Paket“.

Um dem vielseitigen Charakter des Bootes zu entsprechen habe ich die Segelgarderobe so ausgelegt das mit ein bis zwei Personen und wenig Zuladung sportlich gesegelt werden kann. Dann stehen Upwind 11,7m² Segelfläche des Luggersegels zur Verfügung Downwind sind es mit Gennaker 21,7m² da dürfte ein wenig Wind vorausgesetzt keine Langeweile aufkommen. Im Wandersegeltrimm mit reichlich Gepäck an Bord kann die Segelfläche des Luggersegels bis auf 4,2m² reduziert werden um auch bei frischem Wind noch Höhe machen zu können.

Warum ein Luggerrigg?

Das Luggerrigg benötigt nur relativ kurze Spieren. Die Luggerrahe und der Großbaum sind unter 4m lang und können im Boot verstaut werden das ist gut beim Rudern, der Mast ist nur knapp über 5m lang und ragt so kaum über das Boot hinaus. Das vereinfacht den Transport. Die Amwindeigenschaften sind gut und der Wirkungsgrad auf halben bis raumen Kursen sehr gut. Abgesehen davon gefällt mir diese Kombination aus Boot, Luggertakelung und Gennaker, das Boot sieht mit diesem Segelplan einfach klasse aus.

Segelflächen im Überblick:

Großsegel: 11,7m²
Großsegel mit 1. Reff: 8,3m²
Großsegel mit 2. Reff: 4,2m²

Gennaker: ca. 10m²

USB-Dinghy – Loskiele, Scheuerleisten und Schwertkasten sind eingebaut!

Loskiele und Scheuerleisten

Schwertkasten

Der Schwertkasten muss fertig werden da weitere Schotten und die Sitzducht an Ihm befestigt werden. Er ist innen zum Schutz des Holzes mit einer Lage Laminat versehen eine anschliessende Graphitepoxy Beschichtung macht die Fläche robust und gleitfähig.

Mittlerer Auftriebstank mit Sitzducht und Schwertkasten

Die nächsten Schritte sind:

  • Einbau der Mastfischung und der Decksbalken der Auftriebstanks
  • Einpassen und einbauen der Deckel und Duchten
  • Einbau des Dollbords