Petterson “Nisse” Kieloben, Spantenden und Planken

Verölte und vielfach gerissene Planken haben wir jetzt entfernt, darunter kommt eine sehr mitgenommene Sponung des Kiels und jede Menge Spantenden zum Vorschein die die Demontage der Planken nicht überlebt haben, die unteren 25cm haben ebenfalls schon einiges an Festigkeit eingebüsst. Kiel und Spantenden werden ebenfalls entfernt und erneuert.

Spantenden ersetzt und Kiel demontiert

Hier gehts zum Album!

Petterson “Nisse” – Stringer und Bodenwrangen

Die alten Stringer waren vollgesogen mit Motoröl und Diesel, nicht mehr beschichtungsfähig und an einigen Stellen durch zahlreiche Ausschnitte für diverse Antriebe vergangener Zeiten und diverser Risse stark geschwächt.
Wir haben diese daher ausgebaut, nach dieser Vorlage neue hergestellt eingepasst und eingebaut. Angrenzende Bodenwrangen haben wir in diesem Zug ebenfalls repariert und ergänzt.

Ein alter Kielzugvogel bekommt eine Runderneuerung

Der Erste den ich vor Jahren renovierte war ein Sperrholz-Boot diesmal handelt es sich um einen alten GFK Zugvogel mit Holz-Ausbau und Deck. Wir werden alle Klarlackflächen reparieren und lackieren, innen wie aussen. Weitere Reparaturen stehen an. Das Boot erhält einen neuen Mast, der alte hat einen Transportschaden. Auch der Anhänger wird ergänzt und repariert. Hier erstmal der Ausgangszustand.

Black Koj schwimmt wieder!

Nach einigen Arbeiten am Antrieb bei der Firma Yachtelektrik Eisler in Radolfzell wurde das Boot gestern zum ersten mal seit vielen Jahren wieder eingewassert. Nach einer Probefahrt gestern bekamen wir heute Besuch von unseren Ko-Auftraggebern, die sich ein Bild der geleisteten Arbeiten machten. Zu unserer Freude waren Sie mit den Arbeiten sehr zufrieden. In den nächsten Tagen werden noch fehlende Instrumente nachgeliefert und eingebaut damit die originalen Uhren des Armaturenbretts wieder vollständig sind.

Unser neues Projekt, die Renovierung der 1924 Petterson “Nisse”

Zu unserer grossen Freude habe wir unser neues Projekt in die Werkstatt geholt. Die “Nisse” wird von uns in den nächsten Monaten umfangreich instandgesetzt und soll nächste Saison wieder schwimmen.

Strukturell ist der Rumpf in einem entsprechend gutem Zustand was bedeutet das der grösste Teil der Beplankung und soweit einsehbar auch die strukturellen Elemente wie Bodenwrangen und Kiel in brauchbarem Zustand sind. Eine grössere Zahl von Spanten sind gebrochen und werden teilweise ersetzt. Die tief ausgesparten Stringer im Bereich der Motorfundamente werden wieder aufgedoppelt .

Vom Voreigner wurde das Deck neu belegt und die Kajüte neu aufgebaut ebenso der Rumpf ausgeleistet. Leider sind die Arbeiten ungenügend ausgeführt worden. Die gedämpfte Kajütfront ist gebrochen die massiven Eichensülls sind unzureichend verleimt und aus mehreren Stücken zusammengesetzt. Die Decks bestehen aus einfachem Sperrholz. Glücklicherweise sind grosse Teile des Innenausbaus erhalten und können möglicherweise verwendet werden oder als Vorlage dienen.

Geplant ist zunächst die Holzkonstruktion in einen einwandfreien Zustand zu versetzen und die stark arbeitende Lärche mit einem Glas/Epoxylaminat abzusperren um ein Reissen der Beplankung zu verhindern. Mit einer entsprechenden Versiegelung der Innenflächen werden starke Feuchte- und Dimensionsschwankung der Beplankung deutlich reduziert.

Frühjahr – the Rock Rolls…

Im Vordergrund Lennys 15er, seit gestern Nacht (vorrübergehend) ohne Kajüte,

Am Halleneingang ein 15m² Kother Jollenkreuzer unseres ehemaligen Lehrlings Firmin (bzw seines Vaters), dessen Kajütdach einen neuen GFK Überzug bekommt.

Sowas geschieht wenn der Chef zuhause Bürokram erledigt…

Auch die hauseingene Megayacht erhält Pflege. Die inzwischen 53 Jahre alte Varianta K4 wird am Ballast korrosionsgeschützt.

Ballast nach der Grundierung mit “Brunox”. Es werden noch weitere Schichten WEST SYSTEM Epoxidharz aufgebracht nächstes Jahr werden wir sehen ob die Beschichtung so funktioniert.

Verleimte Planken reissen immer wieder…

Richtig Traditionell oder RICHTIG Verleimt…

Das Dach reisst immer wieder auf… warum?
Hier ein massiv Mahagonie geplanktes Kajütdach, auf Balken verschraubt. Innen und aussen mehrschichtig lackiert. Im Sommer wird es warm der Lack ist nicht wirklich dicht. Das Holz trocknet aus und zieht sich zusammen. Da keine Fugen aufgehen können reisst die verleimte Beplankung bei zu grosser Spannung. Früher hätte man es mit Leinwand belegt und weiss lackiert. Ob unter der Leinwand Fugen aufgehen war nicht so wichtig die lackierte Leinwand blieb dicht.

Als Alternative zur Leinwand bietet sich heute ein Epoxy laminiertes Glasseidengewebe an wie wir es bei dieser alten Hansa-Jolle gemacht haben. Dieser Gewebeüberzug verhindert ein Reissen der Holzbeplankung und bleibt dauerhaft dicht. Möchte man die klar lackierte Mahagonieoptik besteht die Möglichkeit das Dach nach dem Laminieren mit Mahagonie zu furnieren.
Allerdings heizt sich eine horizontale Mahagoniefläche bei Sonneneinstrahlung stark auf das ist einerseits “unfreundlich” zu nackten Fusssohlen und belastet alle Materialien thermisch nahe an deren Grenzbereich. Ein weiss lackiertes Dach bleibt kühler (auch im inneren der Kajüte angenehm!) und ist die traditionell authentischere Optik.

Weiss lackiertes, laminiertes Kajütdach