Petterson “Nisse” Kieloben, Spantenden und Planken

Verölte und vielfach gerissene Planken haben wir jetzt entfernt, darunter kommt eine sehr mitgenommene Sponung des Kiels und jede Menge Spantenden zum Vorschein die die Demontage der Planken nicht überlebt haben, die unteren 25cm haben ebenfalls schon einiges an Festigkeit eingebüsst. Kiel und Spantenden werden ebenfalls entfernt und erneuert.

Spantenden ersetzt und Kiel demontiert

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Petterson “Nisse” – Stringer und Bodenwrangen

Die alten Stringer waren vollgesogen mit Motoröl und Diesel, nicht mehr beschichtungsfähig und an einigen Stellen durch zahlreiche Ausschnitte für diverse Antriebe vergangener Zeiten und diverser Risse stark geschwächt.
Wir haben diese daher ausgebaut, nach dieser Vorlage neue hergestellt eingepasst und eingebaut. Angrenzende Bodenwrangen haben wir in diesem Zug ebenfalls repariert und ergänzt.

Ordnung ins Beschlagschaos bringen

Bevor Beschläge demontiert werden fotografieren wir alle im Ursprungszustand. Am besten einmal im Urzeigersinn ums Boot laufen und systematisch abfotografieren. Besser ein Bild zuviel als eins zuwenig. An jedem Beschlag wird Einbauort Bootsseite und Ausrichtung eindeutig markiert und dann mit Schrauben eingelagert auch wenn diese vermutlich ersetzt werden so hat man später die Information über Kopfform, Durchmesser und Länge.

Die Boxen verwenden wir um demontierte Beschläge von laufenden Baustellen zu lagern. Sehr nervenaufreibend ist es Beschläge zu suchen die Monate zuvor ohne System irgendwo gelagert wurden… Für größere Teile und Mengen haben wir im Winterlager Regale installiert, das hilft!

Kielzugvogel Deck ist lackiert

Nach so einigen weiteren Arbeiten ist das Deck und sind die vorhandenen Ausbauteile inzwischen endlackiert.

Das Deck wurde an verschiedenen “blanken” Stellen 8-fach mit Epifanes PP-Extra grundiert. Anschliessend das gesamte Deck zweifach grundiert, geschliffen und zweifach mit Epifanes Bootslack klar endlackiert. Natürlich immer mit entsprechenden Zwischenschliffen. Jetzt ist wieder genug Schichtstärke mit wirksamen UV-Filter vorhanden.

Kielzugvogel Refit – Püttinge an Deck Teil 1

Bisher musste der Eigner die Püttinge durch das Deck stecken und diese dann unter Deck einhängen. Wir haben den Auftrag erhalten die Püttinge an oben zu installieren um die Wanten einfacher auf Deck anschlagen zu können.

Ich habe zwei Beschläge im Fundus an die ich für den Unterzug eine Lasche anschweissen ließ die dann unter Deck ragt um mittels Gabelkopf und Gewindestange die Last an den alten Anschlagpunkt zu übertragen.

Einzelteile für den Unterzug

Die großen Bohrungen wurden mit Epoxidahrz verfüllt und mit kleinen Spunden abgedeckt
Während der Bearbeitung zeigte sich das sich bei der letzten Reparatur zwischen Deckfurnier und Sperrholz große Lunker eingeschlichen haben, diese habe ich geöffnet und ebenso mit einem Spund verschlossen. Zusammen mit dem Riss der mit einem eingefrästen Stab verschlossen wurde ein ordentlicher Reparatur Hotspot.
Im Rückblick wäre es besser gewesen den gesamten Bereich der alten Reparatur neu zu furnieren. Allerdings traten einige Probleme wie hauchdünnes Deckfurnier und Lunkerstellen erst während der Reparatur zu Tage und einen Eingeschlagenen Weg zu Verlassen ist dann mit deutlich mehr Aufwand verbunden.
Technisch nun einwandfrei hat man an dieser Stelle einen Grund für ein Steggespräch. Das Boot hat eben “Geschichte”.

Verschliessen der alten Decksdurchlässe

Verschliessen von Rissen und Fehlstellen

Kielzugvogel Refit – Überleger werden überholt

Die dünnen alten Überleger lottern so vor sich hin, die Arretierungsstangen sind zu lang. Nicht mehr wirklich zu gebrauchen. Werden also überholt und zwar so das sie wie angegossen passen.

Das Original
Verstärkt gegen Durchbiegung
Verklebt und am Kantenbandschleifer geshaped Bleche mit Kupfernägeln neu vernagelt.
Rustikal und Bombenfest, jetzt noch weiss lackieren dann sind sie fertig.

Black Koj schwimmt wieder!

Nach einigen Arbeiten am Antrieb bei der Firma Yachtelektrik Eisler in Radolfzell wurde das Boot gestern zum ersten mal seit vielen Jahren wieder eingewassert. Nach einer Probefahrt gestern bekamen wir heute Besuch von unseren Ko-Auftraggebern, die sich ein Bild der geleisteten Arbeiten machten. Zu unserer Freude waren Sie mit den Arbeiten sehr zufrieden. In den nächsten Tagen werden noch fehlende Instrumente nachgeliefert und eingebaut damit die originalen Uhren des Armaturenbretts wieder vollständig sind.

Unser neues Projekt, die Renovierung der 1924 Petterson “Nisse”

Zu unserer grossen Freude habe wir unser neues Projekt in die Werkstatt geholt. Die “Nisse” wird von uns in den nächsten Monaten umfangreich instandgesetzt und soll nächste Saison wieder schwimmen.

Strukturell ist der Rumpf in einem entsprechend gutem Zustand was bedeutet das der grösste Teil der Beplankung und soweit einsehbar auch die strukturellen Elemente wie Bodenwrangen und Kiel in brauchbarem Zustand sind. Eine grössere Zahl von Spanten sind gebrochen und werden teilweise ersetzt. Die tief ausgesparten Stringer im Bereich der Motorfundamente werden wieder aufgedoppelt .

Vom Voreigner wurde das Deck neu belegt und die Kajüte neu aufgebaut ebenso der Rumpf ausgeleistet. Leider sind die Arbeiten ungenügend ausgeführt worden. Die gedämpfte Kajütfront ist gebrochen die massiven Eichensülls sind unzureichend verleimt und aus mehreren Stücken zusammengesetzt. Die Decks bestehen aus einfachem Sperrholz. Glücklicherweise sind grosse Teile des Innenausbaus erhalten und können möglicherweise verwendet werden oder als Vorlage dienen.

Geplant ist zunächst die Holzkonstruktion in einen einwandfreien Zustand zu versetzen und die stark arbeitende Lärche mit einem Glas/Epoxylaminat abzusperren um ein Reissen der Beplankung zu verhindern. Mit einer entsprechenden Versiegelung der Innenflächen werden starke Feuchte- und Dimensionsschwankung der Beplankung deutlich reduziert.